Wirtschaftsinformationen über Singapur
Singapur ist eine voll in die Weltwirtschaft integrierte Marktwirtschaft.
Diese wird abgefedert durch soziale Elemente, insbesondere den Central Provident Fund. Er stellt die Altersvorsorge vollständig, die Krankenvorsorge weitgehend auf Kapitaldeckungsbasis und wird ergänzt durch eine Sozialwohnungspolitik, die über 90% aller Staatsangehörigen zu Wohnungseigentümern gemacht hat.
Singapur hat keine Rohstoffe. Den Platz unter den reichsten Nationen der Welt hat Singapur verschiedenen Faktoren zu verdanken:
1) Günstige geographische Lage an einem Knotenpunkt verschiedener Schiffs-, Flug- und Handelsrouten zwischen Ost und West sowie Nord und Süd;
2) Konsequente Integration in den Weltmarkt;
3) Förderung externer Wirtschaftszonen in den ASEAN-Ländern; (in der Region gehört SGP zu den jeweils größten Auslandsinvestoren).
Wirtschaftliche Schlüsselsektoren sind internationale Finanzdienstleistungen sowie forschungs- und entwicklungsintensive Industrieproduktionen. Zur Sicherung der Rolle Singapurs als Finanzzentrum Asiens im Wettbewerb mit Hongkong und Tokyo hat die Regierung ihre Maßnahmen beschleunigt, mehr Risiko und Innovation zuzulassen. In der Industrieproduktion wird die Elektronik weiter zu Gunsten der Chemie sinken. Singapur ist in der Weltspitze bei der Produktion von Festplatten, CD-ROM-Laufwerken und Waferscheiben.
Hauptexportprodukte sind Ölderivate, Elektronikteile, Computer, Handys und Telefone sowie Pharmazieprodukte.
Neue Schwerpunkt sind gesetzt worden bei Life Sciences und Mikrotechnologien.
Wirtschaftsgruppierungen: Singapur engagiert sich in WTO, ASEAN, APEC und ASEM für mehr Liberalisierung und Marktöffnung für Güter und Dienstleistungen. Es setzt sich für regelgebundenen Multilateralismus und für offene regionale Blöcke ein. Bilaterale Freihandelsabkommen sollen den multilateralen Ansatz ergänzen und beschleunigen. 1998 wurde Singapur als Beobachter in drei wichtige OECD-Ausschüsse (Handel, Finanzmärkte, IT) aufgenommen.